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Umnutzung mit besonderer Bedeutung

Sanierung und Umbau der Kirche St. Adelheid, Geldern

Sanierung, Soziale Einrichtungen, Umbau

Gelungene Umnutzung der städtebaulichen, kirchlichen und sozialen Anforderungen

Kirchen als Kirchen nicht mehr zu nutzen, hat schon eine andere, besondere Bedeutung als die Um- oder Fortnutzung anderer denkmalgeschützter Gebäude wie Industrieanlagen, Bauernhäuser und Wohngebäude und darüber hinaus einen sehr starken emotionalen Aspekt. Die Kirche St. Adelheid war bereits für den Abriss vorgesehen und das Grundstück für ein Alternativkonzept „Adelheidhaus“ mit Seniorenwohnungen und einem pastoralem Zentrum gedacht. Nach der Eintragung als Denkmal wurden Pfeiffer · Ellermann · Preckel Architekten mit einer Machbarkeitsstudie im Rahmen eines Moderationsverfahren beauftragt.

Es galt, bei Erhalt der wesentlichen identitätsstiftenden Gebäudeteilen, ein wirtschaftlich zu führendes Ensemble für ältere Menschen unter der Beachtung des formulierten pastoralen Konzeptes zu schaffen. Im Ergebnis konnten städtebauliche und emotional wirksame Gebäudeteile wie die Dachsilhouette, die Kunstverglasung von Joachim Klos und die Kontur und der Ort der Eucharistie erhalten bleiben. Dennoch erforderten intensive Eingriffe mit dem Verlust des eigentlichen Kirchenraumes eine große Offenheit der Denkmalpflege.

„Die kirchlichen und sozialen Anforderungen an die Umnutzung wurden in Geldern hervorragend erfüllt. Statt einer nur einmal wöchentlichen genutzten Filialkirche ergänzen sich nun die sozialen Einrichtungen von Kirchengemeinde und Caritas mit Kindertagesstätte, Familienbildungsstätte, Wohnungen, Café und Pflegeinrichtung. In der Kapelle können wieder Gottesdienste gefeiert werden und das soziale Gemeindeleben wurde am Standort deutlich gestärkt.“ So die Publikation, „Kirchen geben Raum“ von Jörg Beste.

Leistungsphasen 1 – 9
Fertigstellung: 2015
Adresse: Geldern