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Sanierung einer denkmalgeschützten Schule

Sanierung der Scharounschule, Marl

Bildung, Sanierung

Rückbau oder Fortnutzung?

Rückbau oder Fortnutzung, so die grundlegende Frage des 2003 beauftragten Gutachten an Pfeiffer - Ellermann - Preckel Architekten, ca. 30 Jahre nach endgültiger Fertigstellung der denkmalgeschützten Scharounschule in Marl-Drever. Die Gebäudehülle war stark geschädigt. Primär schadhafte Bauteile waren die Dachflächen, Anschlüsse, wasserableitende Bauteile sowie Holzfenster- und Fassadenkonstruktionen. Festzustellen war allerdings auch, dass die Nutzer sorgfältig mit den Innenräumen umgegangen waren. So dass eine Vielzahl von Einrichtungsgegenstände und Ausstattungsdetails erhalten geblieben sind.

Schule bleibt Schule

Bahnbrechend für die in 2009 beauftragte Generalplanung und die folgende Sanierung war die Entscheidung der Stadt Marl zur Nutzung durch die Aloysius-Grundschule und durch die städtische Musikschule sowie die Förderzusage des Landes NRW aus zwei Fördertöpfen.

Herausforderungen

Die besondere Herausforderung der ohnehin komplizierten Restaurierung von Gebäuden der 2. Nachkriegsmoderne war die Anforderungen, die aktuelle Anforderungen der EnEV zu erfüllen. Denn eine energetische Ertüchtigung geht immer einher mit einer Erhöhung der Dämmstärken und läuft somit Gefahr, den architektonischen Ausdruck zu verändern und führt häufig zum Verlust der Identität des Gebäudes.

Neben der Wiederherstellung der außergewöhnlich großen Gebäudehülle, die Scharouns Philosophie des organhaften Bauens geschuldet war, konnte nach intensiver Recherche das differenzierte Farbkonzept und auch das damalig seht innovative dezentrale mechanische Belüftungssystem der Unterrichtsräume, allerdings neu interpretiert, wieder aktiviert werden.

Bauherr: Stadt Marl Amt für Gebäudewirtschaft
Leistungsphasen 1 - 9
Fertigstellung: 2017
Adresse: Westfalenstraße 68A, 45770 Marl